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Individuelle Perspektive

Wassermühle HiesfeldWer beispielsweise am Oberhausener Kreuz oder auf der A 59 irgendwo im Stau steht, wird nicht all zu viel von dieser Stadt sehen. Also runter von der Hollandlinie beziehungsweise von der, wie Einheimische sagen, Nord-Süd-Spange Richtung Duisburg, rein ins niederrheinisch Propere. Die Wege in Dinslaken sind kurz, und ratzfatz ist man in der City. Da angekommen, gibt es eine besonders schöne Art, die Stadt für sich zu entdecken: auf dem Rotbachwanderweg und der gleichnamigen, für Radfahrer exzellent ausgeschilderten Route. Immer dem leicht dahin plätschernden Flüsschen nach. Statt vieler Worte die herzliche Einladung, zu kommen, sich umzusehen, für einen Nachmittag, einen Tag oder ein Wochenende, mit dem Fahrrad, mit Wanderstiefeln oder einfach so.

Mit der Bahn geht’s natürlich auch. Doch dann sieht – ehrlich gesagt - das Entree wie überall nicht so toll aus. Aber auch hier gilt: Schnell ist der Ankömmling in der Airbus A340-300 mit dem Namen "Dinslaken"Innenstadt und mit den vor der Bahnhofshalle wartenden Bussen in den Stadtteilen. Die haben allesamt ihren Reiz.

Doch soll hier nicht zu dick aufgetragen werden. Der Niederrheiner an sich und der hiesige, mit Rotbachwasser getaufte Mensch liebt es eher eine Nummer kleiner. Die Leute reden, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist und bleiben mit beiden Beinen auf dem Boden. Und wenn Dinslaken mal abhebt, dann als Airbus der Lufthansa. 2002 wurde eine A 340 auf den Namen der Stadt getauft und in Dienst gestellt. Die Bürger sind natürlich mächtig stolz und sehen es als ein gutes Zeichen, wenn sie in "ihrer" Maschine ein außereuropäisches Ziel anfliegen.